Unsere Schule ist seit 2026 mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifiziert!
Seit Jahren war in unserem Lehrkörper immer wieder ein Gedanke präsent:
Die Erlangung des von Friedensreich Hundertwasser geschaffenen Österreichischen Umweltzeichens für unsere Schule. Unsere Frau Direktorin Hofrätin Happenhofer griff die Idee vor vier Jahren auf und gab damit den Anstoß, das Zertifikat anzustreben.
Durch den schon davor gegründeten Klimaclub – ein Zusammenschluss einiger Lehrer-Kolleg:innen – waren Kräfte zum Thema Klima-, Umwelt- und Naturschutz bereits gebündelt. So bildete sich aus dem Klimaclub die Kerngruppe des Umweltzeichen-Teams bestehend aus Lisa Hirschler, Patrick Eisenhut, Stefan Hauser Estorach-Pro und Walter Gruber. Während der ganzen Arbeitsphase erhielten wir sehr gute außerschulische Unterstützung durch unsere Beraterin Frau Eva Sinawehl. Wesentlich beteiligt ist auch Eva Meissner aus dem Sekretariat, die schon seit langem nachhaltige Produkte für unsere Schule beschafft.
Im Schuljahr 2024/25 traf sich das Umweltzeichen-Team jeden Montag in der 2. Stunde in unserer Bibliothek, um das Projekt voranzubringen. Dazu wurde im Stundenplan diese Stunde für unsere gemeinsame unentgeltliche Arbeit reserviert und von Supplierungen freigehalten.
Inhalte unserer Arbeit waren die Erfüllung vieler vorgegebener Kriterien, die auf einer Internetplattform sichtbar sind und dort schriftlich und mit Fotos zu belegen waren. Viele Projekte von Kolleg:innen und Schüler:innen der letzten vier Jahre wurden auf der Plattform dokumentiert. Einige sogenannte „Muss-Kriterien“ waren noch nicht in ausreichendem Maße abgedeckt, daher wurden die fehlenden Teile in entsprechenden Projekten erarbeitet.
Beispielsweise wurden mit einem Messkoffer die CO2-Konzentration der Luft, der Schallpegel, die Helligkeit in diversen Situationen und Räumen erhoben sowie der Stromverbrauch von verwendeten Geräten untersucht. Dadurch konnten alle Beteiligten einerseits sensibilisiert und andererseits Bedingungen verbessert werden. In diesem Zusammenhang wurde in der Zeit der großen Pause probeweise ein Silent-Room für Schüler:innen geschaffen.
Der Arbeitsprozess zur Erlangung des Österreichischen Umweltzeichens brachte uns auch dazu Mottomonate einzuführen. „Der Weg weg vom Wegwerfen“ als Motto im März 2025 motivierte Schüler:innen und hoffentlich auch Kolleg:innen zu einem besseren Verhalten beim Mülltrennen und Müllvermeiden. Alle Klassenzimmer wurden regelmäßig auf Sauberkeit und richtige Mülltrennung getestet und die betreffenden Klassen bewertet. Die einzelnen Klassen versuchten bei diesem schulweiten Wettbewerb möglichst viele Punkte zu sammeln. Zusatzpunkte holten sich vor allem die ersten Klassen durch viele zum Thema passenden Projekte, die von den Schüler:innen selbst erfunden und umgesetzt und von den Kolleg:innen unterstützt wurden.
Müllsongs, kreative Videos, Müllsammelaktionen, kurze Theaterstücke, bunte Plakate, Gedichte, Interviews und Umfragen in der Fußgängerzone und sogar in regionalen Zeitungen veröffentlichte Leserbriefe waren schöne Ergebnisse.
Schlussendlich fand im Dezember 2025 die offizielle Prüfung zur Erlangung des Umweltzeichens durch den Verein für Konsumenteninformation statt. Nach einem mehrstündigen Gespräch der Prüferin mit dem Umweltzeichenteam, mehreren Schüler:innen, der Direktion, dem Sekretariat und den Schulwarten und einem Rundgang durch die Schule wurde uns das Österreichische Umweltzeichen zuerkannt. Bedingung war natürlich auch, dass eine bestimmte Punktezahl im Erfüllen der vorgeschriebenen und auch frei wählbaren Kriterien erreicht wurde.
Nun sind wir als Schule offiziell berechtigt, das Österreichische Umweltzeichen zu tragen. Die offizielle Verleihung findet am 8. Juni 2026 durch die beiden österreichischen Bundesminister für Umwelt und Bildung in feierlichem Rahmen im Ministerium statt.
Damit ist die Arbeit rund um Umweltschutz, Gesundheitserziehung, kritischen Konsum, sensibler Einstellung zu Biodiversität und vieles mehr nicht abgeschlossen, denn wir werden uns in 4 Jahren der Nachfolgeprüfung stellen, bei der beispielsweise ein Abfallwirtschaftskonzept vorgelegt werden muss. Seit der Prüfung im Dezember sind zum Beispiel die Wanderausstellung zum Thema Lebensmittelverschwendung und vier Vorträge zum Thema Mülltrennung und -vermeidung für alle Unterstufenschüler angeboten worden.
Die Auseinandersetzung mit vielen Themen der Nachhaltigkeit dient aber nicht nur der Erlangung und Beibehaltung des Österreichischen Umweltzeichens, sondern ist ein wichtiger Wert für den Unterricht und das praktische Leben aller Personen der Schulgemeinschaft.
Mag. Walter Gruber




